Hier die neuesten im Rahmen unseres Studiengangs MACD entstandenen Masterthesen von Amrei Kellner und Finja Geckeis, beide Arbeiten werden auch im Rahmen der Werkschau in Raum G1.3.08 ausgestellt sein.
Amrei Kellner hat sich dem Thema Emanzipation: Die Zukunft des Designs – Design zwischen Kreativität und Effizienz verschrieben:
“Die Arbeit „Emanzipation: Die Zukunft des Designs“ ist eine systemtheo- retische Betrachtung des Designs. Es wird darin der These nachgegangen, dass sich Design durch die rasanten Entwicklungen der letzten Jahre zu einem eigen- ständigen Funktionssystem ausdifferenziert hat. Diese Betrachtung macht es möglich, das Verhältnis von Design und Wirtschaft aus einem neuen Blickwinkel zu beobachten. Design ist dabei keinesfalls den wirtschaftlichen Innovations- zwängen untergeordnet zu sehen, sondern es bestimmt den Markt maßgeblich. Design steht nicht zwischen den Stühlen der wirtschaftlichen Effizienz und der mystischen Kreativität, sondern ist effizient und kreativ!”
Finja Geckeis erklärt ihre Arbeit ZUR BEWERTUNG VON GRAFIKDESIGN IN EINER DIGITAL-PARTIZIPATORISCHEN GESELLSCHAFT folgendermaßen: “… die Entwicklung von Grafik-Design in einer Gesellschaft, die sich unter dem ständigen Zwang des Sich-zur-Form-Bekennens steht. Mit dem Desktop Publishing kam es in weiten Teilen der Bevölkerung zur Demokratisierung des Grafik-Designs. Der Zugang zu den Grafik-Produktions-Tools für die breite Masse untergräbt seither die Profession, da nun nahezu alle in der Lage sind, mit wenig Aufwand selbst zu gestalten. Auch das Internet hat einen starken Einfluß: Internet-User definieren ihre Identität mittels sozialer Interaktion über das Netz, also über Online-Kommunikation. (…) Auf Internet-Plattformen werden Design-Dienstleistungen aus aller Welt im direkten Vergleich angeboten, was diese oft kontextunabhängig und damit austauschbar erscheinen lässt.
Die Fähigkeit zur Analyse ist angesichts der steigenden Komplexität der Welt immer wichtiger für Designer. Theoretische Fundierung schafft für den Gestalter einen USP im Wettbewerb und die wirtschaftliche Wertschöpfung durch Design wird auf einer Argumentationsbasis belegbar.
Während das Design selbst es ermöglicht, mittels des Mediums Form wechselnde Identitäten zu konstituieren, muss sich der Designer zukünftig weniger auf die Objekte als vielmehr auf die sie hervorbringenden Strukturen, also Rahmen, Kontexte und Relationen konzentrieren. Die bisher vom Designer eingenommene Was-Perspektive, die sich auf die Identitäten beschränkte, wird gegen eine Wie-Perspektive, welche die Differenzen in den Fokus nimmt, eingetauscht.”










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