THESIS

Hier stellen wir besonders gelungene Masterthesen vor, die in unserem Studiengang entstanden sind. Die Arbeiten sind entweder über die Publikationsplattform für Designforschung FLUCTUATING IMAGES downloadbar oder nach Anmeldung an der Hochschule einzusehen.

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Marinus Schmid: “Reverse Design – Entwicklung und Überprüfung eines Designprozesses, bei dem die Funktion der Form folgt”

“Zusammenfassung
Reverse Design stellt einen neuartigen Forschungsansatz dar, der dem Diktum „form follows function“ nicht nur widerspricht, sondern es umkehrt. Der gewendeten Formel „function follows form“ folgend wurde ein neuer Entwurfsprozess erarbeitet und praktischen Untersuchungen unterzogen.
Im theoretischen Teil der Arbeit wurden Prozesse in verschiedenen Disziplinen betrachtet – darunter Design- und Architekturtheorie, aber auch Kunst, Biologie und Pharmazie – und die alternative Formel „function follows form“ abgeleitet. Entsprechend wurde daraus ein Designprozess entwickelt, der die Form als Ausgangspunkt und ihre Funktionen als Ergebnis hat. Dieser Reverse Design Prozess wurde in der Praxis getestet, detailliert beschrieben und konnte zu konkreten Produktideen geführt werden.
Als Ergebnis der Arbeit läßt sich feststellen, dass Reverse Design als ein Ansatz der „Grundlagenforschung“ im Design als valide Alternative zu vorhandenen Prozessen gelten kann.

Marinus Schmid studierte ab 2005 Industrial Design an der UfG Linz, Österreich. Während des Studiums begann er sich zunehmend für Designprozesse und Designtheorie zu interessieren. Nach dem Abschluss als Bachelor of Science in Industrial Design 2008 setzte er sein Studium an der HS Pforzheim im Studiengang Master of Arts in Creative Direction fort. Unter der Betreuung von Prof. vertr. Dr. Holger Lund und Prof. Christine Lüdeke verfasste er dort im Januar 2010 die Master Thesis „Reverse Design“ und konnte das Studium mit Auszeichnung abschließen. Für die Abschlussarbeit wurde Marinus Schmid mit dem Research Excellence Award 2010 des Instituts für Angewandte Forschung der Hochschule Pforzheim ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Berlin” (Quelle: siehe http://www.fluctuating-images.de/de/node/370).

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Katrin Menne: “Whose Territory – Zum Verhältnis von Kunst und Design”

“Zusammenfassung
Das Verhältnis von Kunst und Design ist in den letzten Jahren verstärkt diskutiert worden. Von einer Annäherung der Disziplinen war die Rede, von Crossover, Autorendesign, Design Art und Kunstdesign. Verschiedene AutorInnen gehen davon aus, dass sich die Grenzen zwischen Kunst und Design heute in Auflösung befinden oder zumindest neu konfigurieren. Die Frage, ob es noch eine Grenze zwischen den Disziplinen gibt, und anhand welcher Kriterien diese gezogen werden könnte, hat zu einer Grauzone zwischen den herkömmlichen Territorien geführt. Die Master-Thesis betrachtet die Entwicklungen zwischen Kunst und Design aus verschiedenen Perspektiven und untersucht dabei vor allem auf welche Art und Weise diese viel beschworene Annäherung stattfindet.

Katrin Menne studierte Buchkunst und Grafik Design an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig sowie an der Gerrit Rietveld Akademie Amsterdam. 2010 schloss sie an der Hochschule Pforzheim den Masterstudiengang Creative Direction mit Auszeichnung ab. Unter der Betreuung von Prof. Dr. habil. Ansgar Häfner und Prof. vertr. Dr. Holger Lund verfasste sie dort im Januar 2010 die Master Thesis „Whose Territory“. Gemeinsam mit dem Düsseldorf Künstler Max Schulze ist sie seit 2006 Herausgeberin des Kunstmagazins schwarzweiss” (Quelle: siehe http://www.fluctuating-images.de/de/node/371).

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Emmanuel Dürr: “Sinnmaschine — Das Internet, der Sinnüberschuss, Relationen vor Elementen und die Folgen für das Design”

“Zusammenfassung
Jedes neue Verbreitungsmedium überfordert die Gesellschaft durch den Überschuss von Möglichkeiten und Sinn, den es anbietet, und allem Anschein nach wird dies durch das Internet noch weiter zunehmen. Ausgehend von der These, dass mit dem Netz die Relationen wichtiger werden als die Elemente und dass die Struktur der Netzwerke alle Lebensbereiche dominieren wird, soll in dieser Arbeit gezeigt werden, was dies für den Designbegriff, für die Designer und für die nächste Gesellschaft heißen könnte. Das Design muss mit einer neuen Geisteshaltung und neuen Kulturtechniken auf die Überforderung des neuen Hauptverbreitungsmediums antworten. Netzwerke verändern die Privatsphäre radikal, formen eine neue Art der Konzentration, fordern Multiperspektivität ein, lassen Objektivität nicht mehr zu, machen uns unsere eigene Determinierung immer bewusster und fördern zugleich die Individualisierung und Spaltung der Gesellschaft. Auch auf dies muss das Design antworten.

Emmanuel Dürr studierte ab 2004 zuerst Kunstgeschichte und Philosophie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, bevor er 2005 an die Hochschule Ulm wechselte, um dort 2008 seinen Bachelor of Arts in Digital Media zu machen. Im Jahr 2009 setzte er sein Studium an der Hochschule Pforzheim im Studiengang Master of Arts in Creative Direction fort. Dort verband er seine Vorbildung in digitalen Medien mit seinem Interesse an Designtheorie und reichte im Januar 2011 unter der Betreuung von Prof. Dr. habil. Ansgar Häfner und Prof. Wolfgang Henseler seine Master Thesis „Sinnmaschine – Das Internet, der Sinnüberschuss, Relationen vor Elementen und die Folgen für das Design“ ein. Er schloss sein Studium mit Auszeichnung ab und wurde außerdem mit dem Studienförderpreis 2011 der Hochschule Pforzheim unterstützt, den der Enzkreis für herausragende Abschlussarbeiten an der Fakultät für Gestaltung stiftet. Zur Zeit arbeitet er als freiberuflicher Designer und akademischer Mitarbeiter im Fachbereich Kunst- und Designwissenschaften an der Hochschule Pforzheim” (Quelle: siehe http://www.fluctuating-images.de/de/node/392).

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Weitere MACD-Masterthesen (Auswahl):

Vanessa Doll: “Medienformen und Kommunikationskultur: Print versus Nonprint”

“..Das Internet boomt, Informationen werden hier schnell und aktuell zur Verfügung gestellt, alles ist – scheinbar – für jeden überall erreichbar.  Zugleich wurden inzwischen viele gedruckte Zeitungen und Magazine eingestellt, manche erscheinen nun ausschließlich online. In meiner Analyse wird versucht Klarheit über die Zukunft des Printbereiches zu erlangen sowie Wünsche und Veränderungen der heutigen Gesellschaft abzulesen. Dies soll durch eine Bestandsaufnahme medialer Charaktereigenschaften, aktueller Trends sowie einer Beleuchtung umliegender Themen, wie beispielsweise der Entschleunigung oder dem post-digitalen Zeitalter, erreicht werden. Hauptaugenmerk liegt anschließend auf einem intelligenten und außergewöhnlichen Lösungsansatz, wie Print sich zukünftig verändern muss, um bestehen zu können…”

Angela Haas: “design in the mesh – Was wird aus Design Thinking in der Netzwerkgesellschaft?”

“Design Thinking ist bisher schwer zu greifen und die Entwicklungen der Netzwerkgesellschaft befinden sich in einer Transformationsphase. Diese Arbeit klärt zunächst die Begriffe, um dann aus ihnen eine mögliche Entwicklung für das Design Thinking aufzuzeigen. Dabei geht sie intensiv der Frage wie Design Thinking den neuen Herausforderungen der Netzwerkgesellschaft beikommen kann nach.”

Daniel Stegmeyer: “national identity / global design”

“Was wird mit der Diversität der Kulturen im globalen Kontext geschehen? Ist das Design als ein „globales Design“ aktuell in der Lage, den Phänomenen der Hyperkultur von Netzwerk- und Computergesellschaft zu entsprechen? Was passiert mit kulturellen Identitäten im hyperkulturellen Raum und welche Rolle werden Nationen im Bezug auf das Design einnehmen?…”

Hanne Morlock: “Design hilft! Über Hoffnung, Heimat und Design in katastrophalen Situationen”

“… Mit ihrer kreativen Arbeits- und Denkweise sind Designer befähigt, Aufgaben auf unkonventionelle Art und Weise anzugehen und zu bearbeiten… Designer und Nichtdesigner arbeiten interdisziplinär in wachsendem Maße zusammen und bewältigen Probleme der Gegenwart in einer Weise, die der heutigen Wissens- und Netzwerkgesellschaft entspricht. Und dennoch entsteht diese Arbeit in der Überzeugung, dass das Potenzial von Designern, sowie ihre kreativen Arbeitsmethoden in sozialen Tätigkeitsfeldern längst nicht hinlänglich anerkannt und ausgeschöpft sind (…).  Ziel dieser Arbeit ist es daher, den Wert des sozialen Einsatzes von Designern (…) und die Verbindung von Design zu Hoffnung und zu Heimat herauszuarbeiten und aufzuzeigen.”

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